Neue Bücher

 

Ferdinand Tönnies
Der Sozialstaat zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft

Herausgegeben von Dr. Uwe Carstens


Ferdinand Tönnies, der mit seinem Werk „Gemeinschaft und Gesellschaft“ von 1887
überwiegend als Soziologe und Philosoph wahrgenommen wird, hat sich schon recht
früh mit staatswissenschaftlichen Problemen beschäftigt. Dabei kommt für Tönnies
dem Staat nur eine instrumentale Rolle zu. Damit rückt er weit ab von den Traditionen
des Kulturliberalismus im Kaiserreich. Im Gegensatz zur liberalen Demokratie erkennt
Tönnies eine Fokussierung auf eine soziale Demokratie: Eine Entwicklung zum „Staat
der Sozialreform“. Er spricht dem Staat die Legitimation ab, als sittliche Macht im
Hegelschen Sinne aufzutreten. Der Staat ist für Tönnies unlösbar mit der Gesellschaft
verbunden. Es gibt keine innere Distanz, die ihm eine eigenständige externe Rolle
gegenüber der Gesellschaft ermöglichen würde. Er ist vielmehr eine Art Wesensausdruck
aller Grundzüge des sozialen Lebens unter den Bedingungen der vom Kürwillen
beherrschten Gesellschaft. Er ist dem Interessenkampf von Menschen und Gruppen
ausgeliefert, die sich gegenseitig als Mittel ansehen müssen nach Maßgabe des Kalküls
des Eigeninteresses und der Gewinnmaximierung.

 

Der Sozialstaat zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft

 

Mit Beiträgen von:
Arno Bammé, Cornelius Bickel, Niall Bond, Uwe Carstens, Alexander Deichsel, Günther
Rudolph, Carsten Schlüter-Knauer, Alexander Wierzock

Nomos Verlag: Flyer

 

 

 

In Frankreich ist eine neue Ausgabe von "Gemeinschaft und Gesellschaft" erschienen. Herausgegeben von Sylvie Mesure und Niall Bond.

communauté et société

 

Karl Marx. Sa vie et son oeuvre. Übersetzung und Vorwort Sylvie Mesure

Karl Marx  

Critique de l'opinion publique. Übersetzung "Kritik der Öffentlichen Meinung" von Pierre Osmo.

Critique